Warum Responsive Design nicht automatisch zu höheren Conversion Rates auf Mobilgeräten führt

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„Mobilegeddon“ nannten Experten die Maßnahmen, mit denen Google im April 2015 Webseiten abstrafte, die nicht für Mobilgeräte optimiert waren. Als Folge dessen stieg innerhalb nur eines halben Jahres der Anteil mobil optimierter Webseiten von 41,3% auf 52,4% (Quelle: Crisp Research 2016). Das Ziel, welches hinter „Mobilgeddon“ steckte war, den Usern zukünftig eine bessere Möglichkeit zu geben, Websites auch über Mobilgeräte zu bedienen.

Kriterien für eine gut optimierte mobile Webseite

Durch mobil optimierte Webseiten profitieren Nutzer nicht nur von einem attraktiveren Design, sondern müssen beispielsweise auch nicht mehr horizontal scrollen, um Inhalte vollständig zu sehen.

Überraschenderweise hat diese Optimierung jedoch nicht zu einer besseren mobilen Kundenkommunikation beigetragen.

Diverse Studien haben gezeigt, dass eine Responsive Webseite nicht ausreicht, um die Conversion Rate zu erhöhen. Die Conversion Rate ist eine Kennzahl, die den Erfolg einer Webseite (oder einer anderen digitalen Anwendung) bei der Erreichung eines ausgewählten Ziels misst. Das kann z.B. die Anzahl der Nutzer sein, die eine bestimmte Handlung durchführt. In der folgenden Studie wurde die Conversion Rate etwa an der Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Online-Formulare gemessen:

Infographik Abschlussquote Online-Formulare

Besonders interessant ist hierbei, dass die Webseiten die kein Responsive Design aufweisen, sogar bessere Ergebnisse erzielen konnten, als die für Mobilgeräte optimierten Seiten.

Obwohl das Ziel einer Responsiven Webseite ist, die vom Nutzer subjektiv empfundenen Hürden und Anstrengungen zu reduzieren, kann dies nicht einfach durch die Umsetzung der von Google definierten Kriterien realisiert werden.

Auch ein Beispiel aus der Personalbranche zeigt dieses Problem auf: 8% der Kandidaten füllen Bewerbungsformulare auf Desktops vollständig aus, aber nur 1,5% der Online-Formulare werden auf Mobilgeräten fertig ausgefüllt (Quelle: Eremedia | Esendex Kundendaten).

Diese Problematik möchten wir zum Anlass nehmen, um Ihnen ein paar nützliche Tipps zur Verbesserung der Conversion Rate auf Mobilgeräten zu geben.

– Ein nützlicher Tipp ist, Formfelder mit Daten, die Sie von Ihren Kunden bereits haben, vorab auszufüllen. So müssen Ihre Kunden Standard-Daten nicht nochmals eintippen. Mit Mobile Journeys von Esendex können Sie individuelle Web-Links zu personalisierten Formularen an Kunden versenden.

– Setzen Sie auf ein Design, das dem einer App ähnelt; Verzichten Sie auf unnötigen Schnickschnack und konzentrieren Sie sich auf ein konkretes Ziel. Überlegen Sie sich, zu welcher Handlung Sie die Nutzer motivieren möchten.

– Stellen Sie klare Fehlermeldungen bereit, die sofort dann angezeigt werden, wenn der Fehler auftritt – nicht erst beim Absenden des Formulars. Nichts nervt mehr als zurück scrollen zu müssen, um den Fehler zu finden – und dann festzustellen, dass alle anderen Felder plötzlich wieder leer sind.

– Verzichten Sie gänzlich auf nicht relevante Fragen und gestalten Sie das Formular so kurz und prägnant wie möglich. Stellen Sie außerdem eine Fortschrittsleiste bereit, die den Nutzern zeigt, wie lange das Ausfüllen des Formulars noch dauern wird.

– Vermeiden Sie Dropdown-Menüs; Diese sehen nicht nur aufwendig aus, sondern sind es auch. Sie können Dropdown-Menüs z.B. mit Optionsschaltflächen oder Leisten ersetzen.

Mobile Journeys von Esendex wurden speziell entwickelt, um die Abschlussquote von mobilen Online-Formularen zu verbessern. Erfahren Sie hier mehr zu Mobile Journeys und testen Sie unsere kostenlose Demo.

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Laura Souza

Customer Marketing Manager

Customer Marketing Manager at Esendex. I'm passionate about automations, retention and everything that includes future proofing Marketing in businesses.